Ein Mitglied ist ein dauerhafter Teilnehmer, der sich mit einer Community so identifiziert, dass er auch Pflichten übernimmt und im Krisenfall auch mal die Eigeninteressen zurückstellt. Aus dem eingebrachten Engagement erwachsen dem Mitglied gewisse Rechte, zum Beispiel bei der Entscheidungsfindung.
Jede OnlineCommunity kann das formell oder - derzeit häufiger - informell handhaben. Dies ändert jedoch nichts an den grundsätzlichen Zusammenhängen. So wird etwa ein formelles Mitglied ein konkretes Stimmrecht haben, während ein informelles Mitglied einfach erwartet, dass seine Meinung eingeholt und berücksichtig wird (es kommt vor, dass sich jemand beleidigt zurückzieht, weil dies nicht angemessen gescheht).
comment: ich finde all diese abstufungen sub-optimal. anders gesagt: ein mitglied ist ein mitglied ist ein ... lg k. 2404
Eine Mitgliedschaft entsteht jedoch nicht allein aus der einseitigen Identifikation und der Übernahme von Aufgaben. Vielmehr wird ein Teilnehmer erst dann zum Mitglied, wenn sein Verhalten und seine Handlungen (die eingenommene Rolle oder Status) durch die Gemeinschaft (d. h. durch andere Mitglieder) bestätigt werden. Die Bestätigung der Mitgliedschaft kann implizit erfolgen, z. B. durch
Reagieren auf Verhalten des Teilnehmers (durch Tolerieren, Bestätigen, Loben)
Darüber hinaus sehen einige Gemeinschaften auch die explizite Bestätigung von Mitgliedschaften vor. Diese wird im Rahmen eines festgelegten Regelwerkes vorgenommen, etwa so:
Voraussetzungen erfüllt? (gleich wie bei informeller Mitgliedschaft)
Ein formelles Mitgliedschaftsystem hat Vorteile und Nachteile (das wäre eine eigene Seite wert, aber nur kurz): es schafft Klarheit und die Voraussetzung für Demokratie, aber auch die Schwierigkeit das formelle System zu erzeugen und in Einklang mit dem - ja nicht verschwindenden - informellen System sozialer Beziehungen zu halten.