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  OnlineKommunikation ist anders als die alltägliche ("face-to-face") Kommunikation. Es fehlen nonverbalen Elemente und viele Zusatzinformationen, die uns im Alltag die Kommunikation erleichtern und deswegen entstehen ungewohnte Probleme. Es gibt aber auch tolle neue Möglichkeiten und Chancen.

Wenn Menschen monate- und jahrelang Online sind, dann sammeln sie Erfahrungen und kommen intuitiv immer besser zurecht. Diese Seite soll Gedanken, Erfahrungen und Tipps sammeln, um in der OnlineKommunikation möglichst viel Spaß und Erfolg zu haben.

Gelungene OnlineKommunikation ist wie ein Ball-Spiel (z. B. Tennis) zwischen geübten Spielern. So wie es Bewegungsfreude gibt, gibt es auch Kommunikationfreude. Statt Bällen fliegen die Gedanken. Am Schluss schüttelt man sich virtuell die Hand, bedankt sich und schaut zurück auf ein schönes gemeinsames Erlebnis.


Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Einteilung   
Unterschiede zu persönlicher Kommunikation   
Fehlende Hintergrundinformationen   
Die Probleme Online   
Lösungen und Chancen   
Kommunikative Lösungsansätze   
Technische Lösungsansätze   
Die Chancen Online   
Zitate   
Diskussion   


Einteilung    

Welche Arten von Online-Kommunikation gibt es und wie lassen sich diese einteilen?

 synchronasynchron
verbalVideo-Konferenz (over IP), Internet-TelefonieVersand von Bild-/Sound-Dateien
schriftlichChat, MUDE-Mail, Mailinglisten, Forum (Web-basiert, Newsgroup)

Unterschiede zu persönlicher Kommunikation    

Fehlende Hintergrundinformationen    

Im normalen Leben haben wir viele Informationen und berücksichtigen sie beim Aufbau von Kontakten und bei der Kommunikation:

  • Aktivitätszustand. Sitzt er gemütlich beim Kaffee oder blickt er nervös-eilig auf die Uhr?
  • Ähnlichkeit. Sieht er aus wie jemand den wir kennen? Den wir mögen oder verabscheuen?
  • Alter. Ist er jung oder alt? Ein gleichaltriger, gleichgeschlechtlicher Typ, ein Kumpel?
  • Beruf. Verkäufer oder Manager? Arzt oder Sprechstundenhilfe? Putzfrau oder Schüler?
  • Bildungsgrad und Status. Sprechen wir mit einem Schüler oder einem Universitätsprofessor? Einem Arbeiter oder einem Polizisten?
  • Gefühlszustand. Lächelt unser Gesprächspartner oder ist er zornig?
  • Geschlecht. Sprechen wir mit einem Mann oder einer Frau? Vielleicht einem attraktiven Exemplar des anderen Geschlechts? Ledig oder verheirat (Ring am Finger)?
  • Gesundheit. Sportlich-fit oder unbeweglich-fett? Mager-ausgezehrt oder blühend-gesund? ...
  • Ethnischer Hintergrund und Nationalität. Hat unser Gegenüber einen besonderen ethischen Hintergrund, den es zu beachten gilt?
  • Wohlstand. Ist der Gesprächspartner arm, wohlhaben oder reich? Kleidung abgerissen, normal oder gestylt? Was sagt uns Haarschnitt, Schuhe oder Uhr? Business-Anzug oder Jeans?
Das Fehlen dieser Informationen kann auch als Chance aufgefasst werden, seine Gesprächspartner nicht voreilig in Schubladen zu stecken, wie es so oft in der non-virtuellen Welt passiert. Welche Rolle spielt es, ob jemand arm oder reich ist oder männlich oder weiblich? Entscheidend sollten die Argumente sein, die dabei angenommenen Prämissen und die gezogenen Schlüsse.

Man kann diese Faktoren noch unterteilen in solche, die bekannt sind, weil man sich schon mal persönlich getroffen hat und die aktuellen Faktoren, wie Gemütslage und Aktivitätszustand, die man aktuell auch bei Bekannten nicht weiß.

Die Probleme Online    

Wir sind keine Hellseher. Wir sind nicht in der Lage, die nonverbalen Informationen durch Annahmen zu ersetzen. Wir können versuchen, die Kommunikation persönlicher zu machen, sanfter zu machen, mehr zu fragen, um zu den notwendigen Informationen zu kommen und das Defizit auszugleichen.

Die Anderen sind kein Hellseher. Wir erwarten, dass unsere Gesprächspartner unsere Situation, Gefühle, Status, usw erkennen. Wir sind das so gewohnt. Sie können das aber nicht. Wir müssen bewusst persönliche Informationen preisgeben, damit andere sie berücksichtigen können.

Zusätzlicher Stress durch Öffentlichkeit. Viele Leute, die Online schreiben, haben anfangs ein ähnliches Gefühl wie vor einem gefüllten Saal mit hunderten von Leuten. Das Herz klopft. Und wenn im Prinzip die ganze Welt das lesen kann? Mit der zeit merkt man, dass dies nicht so ist. Auch in einem gutbesuchten Forum sind selten mehr als ein Dutzend Leser gleichzeitig und die interessieren sich für verschiedenes. Es gibt also keinen Grund zur Panik, man ist weitgehend unter sich.

Kommunikationsüberfluß Da die Schwelle bei der OK niedriger ist, als bei RealLife-Kommunikation ist die Versuchung groß, mit mehr Menschen bzw.Gruppen zu kommunizieren, als man realistischerweise durchführen könnte, und zwar so, daß diese auch effektiv und sinnvoll sind. - Siehe auch OnlineKommunikation#Zitate

Lösungen und Chancen    

  • MetaKommunikation?, Vermittlung von (heimlichen) Moderatoren;
  • Chance der Bewußtmachung der eigenen Fähigkeit zum Ausdruck, zur Sachlichkeit und Rhetorik;
Kommunikative Lösungsansätze    

Mehr bewusster Austausch von Zusatzinformationen. Wenn das Fehlen von non-verbalen Informationen ein problem bedeutet, dann kann man sie ja bewusst dazugeben: "Es macht mich zornig, ... zu lesen", "da kann ich nur den Kopf schütteln", "ich habe fast den Kaffee verschüttet vor Lachen", ..., es gibt hundert Möglichkeiten den eigenen Zustand zu vermitteln, wenn man möchte.

Mehr Sensibilität für verbale Details. Online geschriebener Text scheint auf den ersten Blick viel informationsärmer als eine persönliche Kommunikation. Aber vielleicht täuscht das und man kann zwischen den Zeilen viel entdecken. Immerhin können sich die Schreiber und Leser aller Zeit der Welt nehmen und es gibt hunderte Möglichkeiten, einen kommunikativen Inhalt zu gestalten. Nichts ist da zufällig hingeschrieben.

Weniger Annahmen über die Gesprächspartner. Wir sind gewohnt viele Informationen über unsere Gesprächspartner zu haben. Das wir diese Online nicht haben, neigen wir dazu, uns vorzeitig ein Bild zu machen, uns die fehlenden Details zu ergänzen. Das kann jedoch in die Irre führen und fordert Missverständnisse und Ärger heraus. Besser ist, sich nur auf das zu verlassen, was wirklich feststeht.

Mehr Gutmütigkeit in der Diskussion. Wenn Online-Kommunikation schon gewöhnungsbedürftig und missverständlich ist, und wir das wissen, dann sollte wir das Ganze nicht zu schwer nehmen. Wenn es krach gibt, aben vermutlich beide Seiten Fehler gemacht. Man hat Zeit, kann etwas überschlafen, einen Schritt zurücktreten, eine Diskussion überdenken. Dann sagen: ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht, ... es tut mir leid, ... etc. .. es gibt Online niemand, der daraus einen Statusverlust konstruiert. Am besten ist, es jedoch nicht soweit kommen zu lassen, Konflikte schon zwischen den Zeilen zu erkennen und sie zu vermeiden.

Mehr Sorgfalt auf die eigene Position. Wer Spaß hat, sich in Diskussionen zu messen, der sollte immer auf die eigene Position achten, um nicht angreifbar zu werden. Die Position ist: was weiß ich, was vermute ich, was glaube ich, was weiß ich aus eigener Erfahrung, was habe ich aus zweiter oder dritter Hand. Es ist unerlässölich, sich der Qualität der eigenen Inhalte bewusst zu sein, das eigene Wissen oder Nichtwissen richtig zu erkennen und in der Kommunikation auch korrekt darzustellen. Dann befindet man sich in einer geistigen Balance und braucht keinen Angriff zu fürchten.

Mehr Toleranz. Da wir unsere Online-Kommunikationspartner oft nicht im Detail kennen, vielleicht nie richtig kennenlernen werden, ist alles, was nicht zur Kommunikation und zur konkreten Zusammenarbeit gehört relativ unwichtig. Ein guter Gedankenaustausch ist wichtig. Gemeinsame Ziele zu haben und Wege zu gehen ist wichtig. Unwichtig, ob das gegenüber Schüler oder Universitätsprofessor, alt oder jung, Ausländer ist, im Beisl nebenan oder am anderen Ende der Welt sitzt. Reduktion aufs Wesentliche.

Rhythmus und Intensität. Dabei geht es um die zeitliche Abfolge und den Umfang von Beiträgen. Man kann das Gegenüber zeitlich (Rhythmus) und mengenmäßig (Intensität) über- oder unterfordern. Kommunikation ist angenehm, wenn die Partner sich wie bei einem Ping-Pong-Spiel aneinander angleichen. Wenn ein Geübter einem Anfänger die Bälle um die Ohren schlägt, dann werden beide bald keinen Spaß mehr daran haben.

Technische Lösungsansätze    

Smilies. Smielies helfen manchmal, missverständliche Aussagen zu entschärfen oder ironische Aussagen erkennbar zu machen, oder einer bösartigen Aussage die Spitze zu nehmen. Immer ist dies aber nur deshalb notwendig und möglich, weil der Text selbst mehrdeutig und unklar ist. Es ist deshalb besser, Texte zu schreiben, die eindeutig sind und auch ohne Smiley nicht missverstanden werden können.

Die Chancen Online    

OnlineKommunikation hat nicht nur Nachteile und Probleme, sondern auch Vorteile.

Jederzeit kommunizieren. Online braucht man nicht auf eine bestimmte Situation (man trifft Leute, diskutiert nach einem Event) zu warten, sondern kann kommunizieren, wenn man selbst darauf eingestellt ist. Man findet mehr Kommunikations-Plätze und -Partner als im realen Leben.

Das schnelle Du. In allen Online-Communities (auch in den deutschsprachigen, egal ob Schüler oder Universitätsprofessoren) ist es üblich, sich zu Duzen. Das ist ungewohnt, aber praktisch. Man kann viel schneller - und ohne Überwindung einer schwierigen Hürde - zu einer größeren Vertrautheit kommen. Wer andererseits nicht das vertraute Du verwendet, signalisiert entweder Unerfahrenheit oder große Ablehnung gegen den Kommunkationspartner.

Man kann mutiger sein. Die Online-Kommunikation wirkt nicht so stark ins reale Leben zurück. Man kann Ideen äußern, die man am Arbeitsplatz nicht aussprechen würde. Man kann über Themen diskutieren, die man im realen Leben nicht ansprechen würde. Man hat Zeit nachzudenken und kann leichter den Mut finden, auch Leute anzusprechen, die man im öffentlichen Leben nicht ansprechen würde.

Mehr Sensibilität - Schnellerer Lernprozess. Wenn man schon Online mehr zwischen den Zeilen lesen muss, lernen muss auch kleine Signale zu erkennen, dann ist das natürlich auch eine Chance, mehr Sensibilität zu entwickeln. Das bedeutet: besser zuhören, dem anderen gezielter Raum zur Entfaltung zu geben. Die Fülle an Kommunikationspartnern und Situationen ermöglicht einen beschleunigten Lernprozess, sodass man in Jahren lernt, was im realen Leben vielleicht Jahrzehnte brauchen würde.

Zitate    

  • Kommunikationsüberfluß - """Das spezifische Akzidenz der Netzkommunikation ist der Kommunikationsüberfluß. Informationsüberflutung im herkömmlichen Verständnis meint eine Situation, in der ein Individuum mehr Reizen ausgesetzt ist, als es verarbeiten kann. Hiltz & Turoff (1985:682) haben vorgeschlagen, im Kontext der Netzkommunikation besser von "informationeller Entropie" (information entropy) zu sprechen. Im Usenet hat sich die Metapher vom zunehmenden Rauschen ("signal-to-noise ratio", Jargon File 1996) eingebürgert, wenn keine sinnvolle Kommunikation mehr möglich scheint, wie etwa bei "Flame Wars", bei denen es nur noch um gegenseitige Aggressionen geht."""
Diskussion    

Wenn uns nun doch on-line die Informationen aus Gestik, Mimik usw. fehlen, wäre zu überlegen, wie man dies ausgleichen könnte. Welche zusätzlichen Informationen könnten wir bereitstellen? Sowohl, was die Reaktion des Einzelnen betrifft, als auch, was die der Gesamtheit der Rezipienten/Leser betrifft. Derjenige mit dem ich spreche - sagen wir - lächelt. Daraus entnehme ich - sagen wir - Zustimmung. Der Onliner setzt . Dann schaue ich vom Lächeln meines Geprächspartners in die Runde der Zuhörenden (denn wir sind ja auf einem Wiki) und bemerke :| oder ich bemerke :|. Ganz wie im richtigen leben. Der Unterschied ist: auf wiki geht das auch mit 3000 Chinesen. Muss man nur üben. Poll-Tools. -- MattisManzel

Mmmh, das ist ein interessanter Gedanke. Setzt aber irgendwie Gleichzeitigkeit voraus. Wir sind gewohnt, dass sich Reaktionen unmittelbar wiederspiegeln und der Vorgang ist nahezu mühelos. Online kenne ich es nur als Bewertung einer Seite, die u. U. dann in eine Bewertung des Autor umgemünzt wird. Die Amerikaner machen sehr viel in diese Richtung (Karma, KuroShin?, SiteLine?) im Rahmen von Foren. In Wikis kenne ich es bisher nicht. -- HelmutLeitner

Online-Kommunikation ist anders als die normale (Offline-)Kommunikation, steht weiter oben geschrieben. Das ist richtig. Was ist anders? Dies zu beantworten, scheint mir wichtig. Die Erkenntnisse, die aus einer Antwort auf diese Frage erwachsen, sind grundlegend dafür, das Potential von Wiki begreifen zu können und bei der Weiterentwicklung von Wiki eine sinnvolle Richtung einzuschlagen. -- MattisManzel

Thema Smilies: Ich hatte mal was zum Thema "Übermäßige Nutzung von Smilies" geschrieben als Antwort in einer NG.

Online,Offline,wie wäre es mit Omkommunikation ,die Wege stehen offen niemand muß die Kommunikation ausschließlich übers Internet führen wenn ihm das zu wenig ist kann er die Person anmailen ,Tel.nr.austauschen und und und.
Wie sieht es eigentlich aus mit der Kommunikation über Webcams?~ErnstGruber

Aktuell besprechen wir eine neue Forumsstruktur unserer Gruppe auf xing des NowProject. Da geht's zB um das Problem wie man postings mit links zu resourcen wie websites und zu Pressemeldungen, die kaum diskutierbar sind abgrenzt von Unterforen, die mehr persönlichen Austausch beherbergen sollten.


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